Offener Brief des BPE

zur infamen Kampagne der Aktion Psychisch Kranke

gegen den Redakteur Patrick Hünerfeld (ARD-Magazin W wie Wissen)

 

Am 27. Juli 2005 berichtete das ARD-Magazin W wie Wissen (verantwortlicher Redakteur Patrick Hünerfeld) über Zwangsbehandlungen in der deutschen Psychiatrie wie sie jeden Tag (auch in schlimmerer Form als dort gezeigt) in deutschen Psychiatrien vorkommen.

 

Der Bericht zeigte nur einen winzigen Teil der Gewalt, die Psychiater und ihre willigen Helfer an ganz normalen Bürgern und Bürgerinnen ausüben. Die Schutzbehauptung, jemand sei psychisch krank, führt zum Verlust aller bürgerlichen und oft auch der Menschenrechte.

 

Tausende von Todesfällen in der deutschen Psychiatrie (Quelle Statistisches Jahrbuch der BRD) belegen die Gewalttätigkeit dieser selbsternannten Helfer. Auch die unsägliche Verflechtung von Psychiatrie und Pharmaindustrie, die jegliche biographisch orientierten Lösungsansätze für seelisches und soziales Leid vereitelt, war kein Thema des Beitrags.

 

Der Bericht von Herrn Hünerfeld stellte insofern eine Verharmlosung und Beschönigung dar. Aber selbst diese beschwichtigende Darstellung ihrer eigenen Taten war den Verantwortlichen schon zu viel.

 

Erstes Ergebnis waren Beschwerden der Psychiatrie-Professoren Tilman Steinert und A. Spengler an den Deutschen Presserat und den Rundfunkrat des SWR. In ihnen wurde auch jener Bruchteil der Wahrheit geleugnet, den zu bringen Patrick Hünerfeld den Mut hatte.

 

Bedauerlicherweise schloss sich auch die Aktion Psychisch Kranke, ein aus Psychiatern und Politikern bestehender aus Steuergeldern des Bundesgesundheitsministeriums bezahlter Promotionverein für mehr Psychiatrie dieser Lügenkampagne an.

 

Ein unglaublicher Vorgang, denn Aufgabe dieser aus Steuermitteln bezahlten Institution ist es nicht, die Psychiatrie von ihren Fehlern rein zu waschen, sondern eine bessere Behandlung sogenannt psychisch kranker Menschen zu sichern.

 

Wir stehen dem Deutschen Presserat, dem Rundfunkrat des SWR sowie einer möglicherweise interessierten Öffentlichkeit gern zur Verfügung, um über die Zustände in der Psychiatrie Auskunft zu geben.

 

Mit freundlichem Gruß

Für den Vorstand

 

Im Auftrag                        Matthias Seibt